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Tilsiter, Info



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Zutaten

  • Info zu Tilsiter
  • Sorte: Kuhmilch-Schnittkäse mit Rotschmiere, 30-50 Prozent Fett i.d.Tr., das entspricht 18-33 Prozent Fett absolut.

    Geschichte: Tilsiter wurde erstmals Anfang des 19. Jahrhunderts in der Region um die Stadt Tilsit (ehemals Ostpreußen) hergestellt. Die traditionelle Produktion wird heute nur in Norddeutschland fortgeführt. Name und Herstellungsverfahren sind aber nicht geschützt. In der Schweiz, im Allgäu und anderen Regionen wird ebenfalls Tilsiter produziert.

    Aussehen: Traditionell hergestellter Tilsiter hat eine eckige Kastenform (Schweizer Tilsiter ist rund) und weist eine schlitzoder gerstenkornförmige Lochung auf. Er ist elfenbeinfarbig bis hellgelb. Nachgemachte Tilsiter (s. "Herstellung") haben die spezielle Lochung nicht oder nur gering.

    Rinde: Traditionell hergestellter Tilsiter wird mit Käserotkultur bestrichen, dadurch entstehen die typische Rotschmiere und der kräftige Geschmack. Einige nachgemachte Tilsiter reifen in Folien, ihre Oberfläche wird nicht mit Käsekultur behandelt.

    Charakter: Junger Tilsiter schmeckt mild-würzig, ältere Sorten pikant-herb bis würzig-deftig.

    Herstellung: Für traditionell hergestellten Tilsiter und meist auch für Schweizer Tilsiter wird Rohmilch verwendet. Nachgemachte Tilsiter können aber auch aus pasteurisierter Milch hergestellt werden. Die mit Käsekulturen und (meist) mit Kälber-/Rinderlab dickgelegte Milch wird auf Erbsengröße zerkleinert und in Formen geschüttet. Bei der traditionellen Herstellung wird der Käse am ersten Tag häufig gewendet, damit er durch das Eigengewicht fest wird und eine glatte Oberfläche bekommt. Nachgemachter Tilsiter wird dagegen gepresst. Nach einem Salzbad reift der Käse etwa zwei Monate. Für einen würzigen Geschmack muss er bis zu fünf Monaten reifen. Bei konventioneller Herstellung darf Nitrat gegen Fehlreifungen eingesetzt werden, auch der Farbstoff Beta Carotin ist erlaubt. Beide Zusatzstoffe müssen deklariert werden Bio- Tilsiter: Wird immer aus Bio-Milch hergestellt. Nitrat*, gentechnisch verändertes Lab und Beta Carotin dürfen nicht zugesetzt werden. Die Rinde kann mitgegessen werden. Original Tilsiter gibt-s auch in Bio-Qualität.

    Verwendung: Zum Überbacken, als Raclettekäse, für Käsefondues. Schmeckt auch pur zum Weißwein. :Beim Erhitzen können sich aus Nitrat und den im Käse enthaltenen biogenen Aminen Nitrosamine bilden, die als krebserregend gelten.

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