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Kindersex, oder wie wird man in Deutschland zum Verdächtigen?

Das geht einfacher, als der Normalbürger vermuten würde. Er benötigt, wenn er selbst einmal in den Genuss polizeilicher Ermittlungen kommen will, nichts weiter als einen gängigen PC, ein Modem oder eine ISDN-Karte und einen Provider, der den Zugang zum Internet ermöglicht.

Mit der entsprechenden Software ausgestattet, deren Integration in eine fensterorientierte Benutzeroberfläche schon für einige Schlagzeilen gesorgt hat, aber auch mit dem Netscape Communicator oder anderer Free-oder Shareware diverser Anbieter bietet sich die Möglichkeit, Email zu versenden und zu empfangen. Aber auch die, sich in den unzähligen Diskussionsforen des UseNet lesend und schreibend zu beteiligen.

Genau das habe ich auch getan, das Forum heißt "de.talk.liebesakt".In einer der dort zu findenden Diskussionen ging es um Sex mit Kindern, Kindersex, Pädophilie, Missbrauch etc..

Selbst vor langer Zeit mal Kind, habe ich mich öffentlich dazu bekannt, schon da eine Sexualität gehabt zu haben. Folgendes habe ich am 23.09.1999 um 23:57 Uhr geschrieben.

Was ist Kindersex oder Sex mit Kindern?
Habe ich auch schon mal Holger Bruns gefragt, auf eine Antwort hat er verzichtet.
Ich hatte Sex mit Kindern ab sieben Jahren, mit der Siebenjährigen habe ich sogar Zukunftspläne geschmiedet.
Meine Frau ist 42 Jahre alt, unsere Silberhochzeit haben wir hinter uns, davor kannten wir uns ca. 5 Jahre, und wir waren in dieser Zeit auch sexuell aktiv.
Ich bin 4 Jahre älter als meine Frau, habe also eindeutig Kindersex "betrieben".
Und vorher auch mit anderen Personen, alle weit unter Vierzehn.

Was also ist Kindersex oder Sex mit Kindern?

Zugegeben, das klingt sehr provokativ, und genau das war auch meine Absicht. Darum auch gleich zweimal die Frage "Was ist Kindersex oder Sex mit Kindern?"
Ein einigermaßen intelligenter Mensch sollte allein schon aus den Altersangaben erkennen können, in welcher Zeit sich diese Aktivitäten ereigneten.

Am 27.09.1999 um 11:36 Uhr, also gerade mal zweieinhalb Tage später, habe ich das Ganze dann restlos aufgeklärt. Und spätestens jetzt hätte auch der Dümmste der Dummen erkennen müssen, über was ich da eigentlich geschrieben habe.

>Zukunftspläne mit einer 7-Jährigen zu schmieden läßt die Abwesenheit von Verstand erkennen!

Eher läßt es die Abwesenheit von Verstand erkennen, wenn, wie in dieser NG zu sehen, Sex mit Kindern, Kindersex, Pädophilie und auch Missbrauch locker in einen Topf geworfen wird.
Darüber schwebt dann noch die vom Gesetzgeber festgesetzte Altersgrenze und vor allem, wenn es um Missbrauch geht, die allgemein mangelhafte Aufklärung, die, wenn Aufklärung ausreichend vorhanden wäre, schon viel verhindern könnte.
Und diese mangelhafte Aufklärung führte schon vor 35 Jahren, ich war da übrigens gerade elf Jahre alt, dazu, dass Zukunftspläne geschmiedet wurden.
Wir waren nämlich gar nicht so unwissend, wie unsere Eltern es wohl gerne gehabt hätten und hatten, was unseren Eltern wohl noch viel unangenehmer gewesen wäre, auch schon unsere eigene Sexualität. Uns war aber bewusst, dass das, was wir da praktizierten, eigentlich der Erwachsenenwelt vorbehalten war. Wenigstens wurde es uns so vorgelebt, der Spruch: "Dafür bist Du noch zu jung" ist schon etwas älter.
Also haben wir es für uns legitimiert, indem wir Zukunftspläne geschmiedet haben. Nach dem Motto: "So schlimm kann's ja nicht sein, wir wollen ja später eh heiraten."
 

Nämlich über Kindersex, wozu ich auch die berühmten und allseits bekannten "Doktorspiele" zähle. Über einen Elfjährigen, der Sex mit einer Siebenjährigen hatte, und danach auch als Zwölfjähriger mit Achtjährigen (auch mit Älteren) usw. usw.. Und auch über einen Sechzehnjährigen, der sich in eine Zwölfjährige verliebte, mit der er dann fünf Jahre später den "Bund für's Leben" schloss, und mit der er mittlerweile seit über vierzig Jahren glücklich verheiratet ist.
Also all die "Schweinereien", über die ein nicht unerheblicher Anteil unserer Bevölkerung aus eigener Erfahrung berichten könnte.

Nach umfangreichen Ermittlungen konnten die deutschen Justizbehörden nun endlich zuschlagen.

Am 04.01.2000, kurz nach 18:00 Uhr klingelte es. Vor der Haustür stand ein Paar im mittleren Alter, ich machte mich auf ein längeres Gespräch mit Mitgliedern einer bekannten Religionsgemeinschaft gefasst.
Denkste!
Kriminalpolizei. Dürfen wir herein kommen?
Klar doch.

Gedanken überschlagen sich. Sammeln die jetzt etwa auch schon?

Nein.
In der Wohnung angekommen, wird er mir präsentiert. Der Durchsuchungsbefehl, datiert auf den 22.11.1999.

wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern

wird gemäß §§ 102, 105 StPO die Durchsuchung der Wohnräume einschließlich der Nebengelasse des Beschuldigten sowie der Person des Beschuldigten und der ihm gehörenden Sachen angeordnet, weil zu vermuten ist, dass die Durchsuchung zum Auffinden von Beweismitteln führen wird, nämlich kinderpornographische Darstellungen, Bild-und Tonträger und Datenmaterial sowie Adressen, Telefonnummern und Fotos von Kindern, an denen der Beschuldigte sexuellen Missbrauch betrieben hat.

Wow. Ich dachte, ich bin im Film. Umfangreiche Ermittlungen müssen es wirklich gewesen sein, wenigstens ließ der Umfang der mitgebrachten Akte darauf schliessen.
Nur, wo war der zweite Teil?
Warum sind Polizei, Staatsanwaltschaft oder wer auch immer, nach umfangreichen Ermittlungen, denn zwischen 23.09.1999 und 04.01.2000 liegen ja immerhin knapp dreieinhalb Monate, zwar in der Lage, mir einen Ausdruck des ersten Beitrags vorzulegen, kennen aber nicht den Inhalt des Zweiten?

Und was passiert mit den Daten, die im Rahmen dieses Ermittlungsverfahrens erhoben wurden?
Werde ich jetzt bis zum Ende meines Lebens als "des Kindesmissbrauchs Verdächtiger" geführt?
Was wäre, wenn ich nicht alle der seit Anfang 1997 von mir geschriebenen Beiträge aufbewahrt hätte?

Ach ja, wer bin ich?

Hans-Jürgen Lukaschik
Asternweg 12
33330 Gütersloh
Tel.: 05241-337271
Fax: 05241-337304
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